Die Pflicht kommt vor der Kür heißt es und bevor ich mich dem Aus- und Umbau zum Camper beschäftigen kann, müssen möglichst alle Fahrzeugwände gegen Schall z.B. Fahrgeräusche gedämmt und zum Schutz vor Kälte wie auch gegen Abfluss von Wärme gedämmt werden.

Bei dieser Aufgabe muss ich das Rad nicht neu erfinden: Zum Dämmen wird üblicherweise 2 mm dickes Alubutyl verwendet, eine selbstklebende Aluminium-Trägerfolie beschichtet mit Butylkautschuk.
Zum Isolieren verwende ich 19 mm dickes INSUL-XL, ein Amaflex ähnliches thermisches Dämmmaterial aus Kautschuk, dass ebenfalls selbstklebend als Rollen erhältlich ist und einen hohen Wasserdiffusionswiderstand hat, also kein Wasser aufnimmt aber gut isoliert.

Die 2 mm Alubutylfolie und das 19 mm Insulfolie (Amaflex genannt) klebe ich übereinander. Bei beweglichen Autoteilen ist darauf zu achten ist, dass diese nicht zu schwer werden. Sonst gibt es Probleme beim Schließen oder die Gasdruckfedern halten die Kofferaumklappe nicht mehr alleine oben!

Die Dämmung wird stets auf das Außenblech aufgebracht, wobei Verstrebungen ausgeschnitten oder überklebt werden. Bei den vorderen Türen gibt es noch zusätzlich die Herausforderung, dass die Mechanik der Seitenscheiben nicht beeinträchtigt werden darf und die Dämmung insgesamt nicht zu dick werden kann, damit die Scheiben noch nach unten gefahren werden können.
Ich habe ringsherum unter den Fenstern ca. 8 qm Amaflex und zwei Rollen Alubutyl verarbeitet. Die große Dachfläche kommt später dran, wenn entschieden ist, ob das Fahrzeug ein Hochdach oder Aufstelldach erhält.




